Schon immer war mir der Glaube sehr wichtig und deshalb teilte ich ihn auch mit meinen Freunden in der Grundschule. Es war mein Anliegen, dass meine Mitschüler auch gerettet werden. Damals ging ich nach der Schule immer zum Hort (Betreuungseinrichtung). Auf dem Weg dorthin oder auch im Hort, sprach ich mit Kindern über Gott. Besonders mit einem Mädchen, die ich hier Meryem nennen werde. Meryem, andere Kinder und ich liefen den Weg immer gemeinsam, da wir in einer Klasse waren. Wir waren auch zusammen in der gleichen Hortgruppe. Wir verbrachten viel gemeinsame Zeit und sprachen über alles…auch immer mal wieder über Gott und den Glauben. Meryem selbst wurde atheistisch erzogen. Ihre Mutter wurde streng muslimisch erzogen und wollte nicht, dass ihre Kinder diesen Glauben übernehmen. Um in ihrem Wortlaut zu bleiben ist Glaube jeder Art „Humbuk“. Ihre Kinder sollten selbst entscheiden, was sie glauben wollen und was nicht, statt von vorne hinein in eine Form gepresst zu werden. Meryems Mutter war nicht begeistert, davon, dass wir über Gott, Jesus und die Bibel sprachen, aber Meryem sprach mich immer wieder von auf die Themen an, also schwieg ich auch nicht. Wieso sollte ich ihr die Erlösung vorenthalten?
Nachdem wir zu Mittag gegessen und unsere Hausaufgaben gemacht hatten, waren wir im Turnraum. Wir spielten und wieder einmal sprach sie mich auf den Glauben an. Ich erzählte ihr, was Jesus für uns getan hat und was sein Tod am Kreuz für uns bedeutet. Wir werden erlöst von Sünde und sind nun befreit. Während wir uns unterhielten, saß sie auf der Sprossenwand und ich auf einem Klettergerüst. Sie unterbrach mich panisch und schrie warnend: „Da ist eine abgeschnittene Hand unter dir. Sie kommt zu dir.“ Erst dachte ich sie erlaube sich einen schlechten Scherz, doch als ich die Hand auch sah, sprang ich sofort runter und kletterte auf ihre Sprossenwand. Sie hatte so große Angst, weil die Hand nun auf uns zukam. Ja, du hast richtig gelesen…einfach nur eine lose Hand.
Der Einzige Gedanke, den ich in dem Moment hatte, war: „Bestimmt gefällt es Satan nicht, dass wir über die Erlösung sprechen. Er will stören.“ Was sonst sollte es sonst sein? So etwas Übernatürliches hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie erlebt. Ich hatte noch im Hinterkopf, dass mir meine Mama mal sagte, dass Satan nicht dort sein kann, wo Jesus gelobt wird und wo sein Name ernsthaft gerufen wird. „Die Jünger hatten auch im Namen Jesu große Dinge getan, bei mir würde es auch gelingen, denn immerhin ist die Situation ernst“ dachte ich mir. Ich rief in meinem kindlichen Glauben: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Teufel verschwinde!“ Die Hand löste sich sofort auf und verschwand. Das war ganz schön aufregend. Wir wollten nicht mehr alleine im Turnraum sein und gingen hoch. Wir gingen zur Toilette, die beide besetzt waren. Eine Person kam raus und in der anderen Kabine sahen wir nur die Schuhe und hörten das Spülen, aber es regte sich nichts. Ich blieb an der Türe, um Bescheid zu geben, wenn sie frei werden würden und Meryem ging zu einer Erzieherin, um zu erzählen, was passiert ist. Diese sagte nur, dass wir aufhören sollten, solche Gruselgeschichten zu erfinden und zu verbreiten. Karin kam zu mir zurück und ich stand immer noch in der Türe. An mir war nur eine Person vorbeigegangen und obwohl beide Toiletten besetzt waren, war keiner mehr in den Kabinen. An mir konnte sich niemand vorbeigeschlichen haben und auch nicht aus dem Fenster geklettert sein, denn davor waren Gitter. Meryem bekam noch mehr Angst. Wir beteten und ich sagte ihr, dass Gott viel größer ist. Das beruhigte sie.
Diese Begebenheit ist wirklich komisch, aber sie hat mich gelehrt, dass die bösen Mächte kein Interesse daran haben, dass Menschen vom Evangelium erfahren und uns Angst einjagen möchten. Wir sollen uns unsicher fühlen, vielleicht sogar denken, dass wir verrückt sind. Ihm liegt nichts daran, dass wir anderen Menschen von Gott erzählen und sie sich für Gott entscheiden, denn wir haben einen Auftrag, die gute Nachricht zu verbreiten. Das Wunderbare ist, dass wir mit diesem Auftrag auch die Macht über alle bösen Mächte erhielten.
„Er rief aber die zwölf zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht über alle bösen Geister…“ (Lukas 9,1)
„Und er sprach zu ihnen: gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur […] Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: in meinem Namen werden sie böse Geister austreiben …“ (Markus 16, 15.17) – Missionsauftrag vor der Himmelfahrt
Aber egal wie sehr Satan im Leben eines Menschen stört, darf nie vergessen werden, dass er ein bereits besiegter Feind ist. Jesus starb am Kreuz und hat somit die Herrschaft über diese Welt zurückerlangt (Johannes 12,31; 16.11). Deshalb müssen wir keine Angst vor dem Bösen haben, denn Jesus ist stärker.
Falls du merkst, dass seltsame oder beängstigende übernatürliche Dinge in deinem Leben geschehen, dann gehe damit zu Gott, er kann dir helfen und dich von allem befreien! ER hat bereits gesiegt. Stelle dich auf die Gewinner-Seite.
„…GAb Ihnen Gewalt und Macht über alle bösen Geister…“
Lukas 9,1
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