Bequi (meine Schwester) kam erst Mal ins Krankenhaus, wo sich ihre nächsten zwei Jahren abspielen sollten. Inzwischen wusste Bequis ältere Schwester Ale (ich) über die Krankheit Bescheid. Ale und ihr Onkel Moche gingen so oft es ging ins Krankenhaus, damit Ale ihre Schwester, aber auch ihre Mutter Noemi sehen konnte. Es waren mittlerweile ungefähr drei Monate vergangen, dass Noemi mit Bequi im Krankenhaus war, als Ales Erzieherin das Gespräch mit Noemi suchte. Es sei aufgefallen, dass Ale, ein sonst immer lebensfrohes, freundliches und harmonisches Mädchen, in letzter Zeit immer wieder in Konflikten verwickelt war. Noemi erklärte die Situation, in der sich die Familie befand und vermutete, dass die elterliche Zuwendung in letzter Zeit zu kurz gekommen war. Sie bat die Erzieherin, sich wenn möglich täglich wenigstens fünf Minuten für Ale zu nehmen und ihr allein diese Zeit zu widmen, womit diese einverstanden war. Es war nicht einfach beiden Töchtern und dem Bruder gerecht zu werden, doch es musste eine neue Lösung her. Zudem erzählte Ale ihrer Mutter in einem Gespräch, dass Moche sie abends ins Bett brachte und davon ausging, dass sie schlafen würde, doch in Wahrheit weinte sie immer wieder vor Sehnsucht nach ihrer Familie. Das war für sie als Mutter am schlimmsten. Noemi und Moche entschieden, dass Noemi immer wieder nach Hause fahren würde, um mit Ale Zeit zu verbringen, während Moche sie im Krankenhaus ablöste und bei Bequi sein sollte. Es gab einen festgelegten Tag in der Woche, an dem Ale etwas mit ihrer Mama unternehmen würde. Die anderen Tage waren flexibel, aber auf diesen einen Tag war Verlass.
Zur Freude beider Schwestern, war es möglich, sich fast jeden Tag zu besuchen. Ging es Bequi mal schlechter und ihr Immunsystem war geschwächt, durfte Ale das Zimmer nicht betreten, da der kleinste Erreger zum Tod führen könnte. Es war nicht immer leicht für sie zu verstehen, dass sie ihre Schwester nicht sehen durfte, denn sie wusste, dass sie gesund war und vermisste ihre Schwester und Mutter sehr. Da das Zimmer im Erdgeschoss des Krankenhauses lag, lief Moche mit Ale um das ganze Gebäudekomplex, damit Ale ihre Familie durch die verglaste Türe sehen konnte. Gott sei Dank, gab es nicht viele dieser Momente!
Fazit
Es ist nicht nur wichtig zu wissen, dass man von seinen Eltern geliebt wird, es ist auch wichtig, Zeit miteinander zu verbringen. Gott liebt jeden von uns und sagt uns durch die Bibel, die sein Wort ist, dass er uns über alles liebt. Gleichzeitig hat er während der Schöpfung daran gedacht, uns einen Ruhetag, den Sabbat zu geben, an dem wir nicht arbeiten müssen. An diesem besonderen Tag, können wir ganz besonders Zeit mit ihm verbringen. Natürlich wünscht sich Gott, dass wir nicht nur einmal die Woche „hallo“ sagen, aber diesen einen ganz besonderen Tag hat er ausgesucht, geheiligt und gesegnet, um sich mit dir zu verabreden.
„und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.“
1. Mose 2,3
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