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#2 – Ach du dickes Ei

Ich kann mich noch heute genau daran erinnern… es war im Juni 2001, meine Schwester Bequi war gerade zwei und ich, Ale, fast vier Jahre alt. Bequi wurde krank und bekam einen großen dicken Lymphknoten rechts am Hals. Er wurde so groß wie ein Ei, sodass sie ihren Kopf schwer drehen konnte und er ihr Schmerzen bereitete. Zudem verfärbte er sich lila-blau, als hätte sie einen Bluterguss. Der Kinderarzt untersuchte sie und bat Mama Noemi mit ihr ins Krankenhaus zu gehen.

Dort wurde ihr mitgeteilt, dass der Lymphknoten operativ entfernt werden müsse und sie stationär aufgenommen werde. Das klingt doch echt erschreckend, wenn man das so hört, oder? Das klang wirklich ernst. Sie folgte den Worten der Ärzte und war zehn Tage lang im Krankenhaus, bis das dicke Ei entfernt und Bequi entlassen wurde.

Nachdem der Eingriff geschehen war, mussten immer wieder Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung sei. Der letzte Termin wurde aus unbekannten Gründen verschoben, was weiter nicht schlimm war. Der Kinderarzt sagte: „Eigentlich passt das schon, aber wir werden eine allerletzte Untersuchung durchführen.“ Gesagt, getan. Bei der letzten Untersuchung – mittlerweile November – stellte sich jedoch nicht heraus, dass alles in Ordnung war, wie zuerst gedacht. Der Arzt teilte Noemi besorgt mit, dass er einen Verdacht habe und sie sofort Kleidung packen und ins Krankenhaus fahren solle. Das klang definitiv ernst. Desalb wollte sie wissen, welchen Verdacht er hatte. Erst wollte er nichts sagen, um sie nicht zu schockieren, doch dann rückte er mit der Sprache raus – Leukämie. Das musste Noemi erst einmal verarbeiten. Wie sagt man das dem Bruder (Moche) und der älteren Tochter (Ale), die gerade mal vier Jahre alt war? Was bedeutet das für die Zukunft? Welche Folgen hätte die Krankheit? Wird Bequi überleben?

Fazit

Gott sei Dank, verlief der Eingriff gut und der Lymphknoten wurde entfernt. Ich bin mir sicher, dass sich der letzte Kontrolltermin bis November verschob, damit die Blutwerte eindeutiger waren. Gott hat es zugelassen, dass der Arzt seinen Zeitplan nicht einhalten konnte, denn vielleicht wäre die Leukämie erst gar nicht entdeckt und diagnostiziert worden…oder vielleicht zu spät.

Gottes Timing ist perfekt!

„Alles hat seine Zeit .“

Prediger 3,1

@allglory_togod